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Preisträgerinnen und Preisträger des 18. Hessischen Gestaltungspreises18. Gestaltungspreis 2023

Für den 18. Hessischen Gestaltungspreis wurden insgesamt 21 Wettbewerbsbeiträge von 22 Bewerbern aus verschiedenen Berufsgruppen eingereicht.

 

Preisträger der Kategorie Möbel + Skulpturen

Nicolas Schader

Nicolas Schader

Wiesbaden

 

Vita
  • Jahrgang 1991
  • 2012 Tischlerlehre
  • Auslandsaufenthalte in Australien Neuseeland und Kanada
  • Meister im Tischlerhandwerk 2023
Enigma Schreibtisch in Elsbeere und Linoleum
 
Beschreibung der Jury

Der Enigma Schreibtisch in Elsbeere und Linoleum überzeugte die Jury sowohl durch traditionelle Handwerkskunst als auch innovatives Design und eine harmonische Fusion aus schlichter Eleganz und Funktionalität. Sorgfältig ausgewählte Materialien beeindrucken mit einer raffinierten Gestaltung. Die mit natürlichen Ölen behandelte Elsbeere verleiht dem Stück eine warme Note und erweist sich haptisch als Fingerschmeichler. Das Linoleum bietet eine moderne, ästhetische Arbeitsfläche. Das gebürstete Messing der Beschläge enthüllt seinen Kontrast nur dann, wenn mit der Mechanik des Tisches interagiert wird.

 

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Preisträger der Kategorie Wohnen + Leben

Antje Dienstbir

Antje Dienstbier

Wiesbaden

 

Vita
  • Jahrgang 1970
  • 1997 Goldschmiedin, Diplom Designerin Fachhochschule für Gestaltung
  • Seit 2004 Werkstattgemeinschaft als freischaffende Designerin
Zwei Kupferschalen
 
Beschreibung der Jury

Die Jury zeichnet zwei Kupferschalen in der Kategorie Wohnen & Leben aus, die mit ihren gespannten Konturen wie halbe Fruchtkapseln anmuten. Dem archaischen handwerklichen Prozess des Aufziehens von Metall wird ein konstruiertes Muster aufgezeichneter Felder entgegengesetzt, die sich strahlenförmig zum Mittelpunkt des Bodens verjüngen. Die konkav/konvexen Wölbungen zeugen dabei trotz ihres Spannungsverhältnisses von einer greifbaren Materialflexibilität des Kupfers.

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Preisträgerin in der Kategorie Mode + Accessoires
 

Vikstoria Schkondin

Viktoria Schkondin

Darmstadt

 

Vita
  • Jahrgang 1982
  • Ausbildung als Maßschneiderin in Russland
  • selbständig seit 2007
Kleid Rosé-Wolke
 
Beschreibung der Jury

Die Jury zeichnet das Kleid Rosé-Wolke aus, dass aus 97 Metern hochwertigem Tüll gefertigt wurde. Jede Rockfalte wurde mit meisterlichem Geschick von Hand gefaltet und in vier Bereiche unterteilt. Mit 47 kunstvoll angeordneten Reihen erzeugt das Kleid eine luftige, traumhafte Silhouette. Gleichzeitig wurde Wert auf hohen Tragekomfort gelegt. Das Kleid zitiert glanzvolle Bälle und die klassische Epoche des Hollywoodkinos.

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Preisträgerin in der Kategorie Schmuck + Gerät

In der Kategorie „Schmuck + Gerät“ sind zum 18. Hessischen Gestaltungspreis keine Bewerbungen eingegangen.

 

Preisträger in der Kategorie Gesellenpreis I
 

Hannes Gnieß

Hannes Gnieß

Gießen

 

Vita
  • Jahrgang 2000
  • Ausbildung zum Goldschmied 2019
  • 2023 angestellt als Goldschmied
Anhänger aus Weiß- und Gelbgold
 
Beschreibung der Jury

Das Gesellenstück ist ein Anhänger aus 750er Weiß- und Gelbgold mit gegeneinander frei verschiebbaren Metallfeldern unterschiedlicher Gestaltung. Die Schiebepuzzle-Mechanik läßt dabei über 350.000 Kombinationsmöglichkeiten zu und macht das Stück dadurch in hohem Maße interaktiv und individuell. Einem statischen Schmuckcharakter setzt das Stück den Spieltrieb entgegen und lädt zum Ausprobieren ein. Die Hammerschlagtechnik verleiht der Oberfläche unverwechselbare Muster. Einen Kontrast dazu bietet der Pflasterschlag. Weitere Anregungen bestehen in der japanischen Mokume-Gane Technik.

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Preisträger in der Kategorie Gesellenpreis II
 

Felicia Josephine Rabe

Felicia Josephine Rabe

Gießen

 

Vita
  • Jahrgang 2000
  • Tischlerlehre 2018
  • Landeswettbewerb Die Gute Form 2021
  • Bundeswettbewerb Die Gute Form 2022
  • angestellt als Tischlerin 2023
Phonomöbel Rabe aus Rüster
 
Beschreibung der Jury

Die Jury zeichnet mit dem Gesellenpreis das Phonomöbel Rabe aus Rüster aus. Das Möbel stellt ein schlüssiges und zeitgemäßes Konzept dar und lädt zum Zelebrieren einer alten Hörgewohnheit, dem Schallplattenhören, ein. Die Idee war, eine eher alte Art des Musikkonsums mit moderner Technik in einem ansprechenden Möbelstück zu kombinieren. Die aufrechten Lamellen symbolisieren dabei stehend nebeneinander gelagerte Schallplattenhüllen. Die Stadionform ermöglicht ein endloses Design, was erlaubt, das Möbel frei im Raum positionieren.

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