Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
Ein Taschenrechner liegt auf den Zahlen einer Bilanz uns Statistik. Symbolphoto für Umsatz, Gewinn und Kosten.

Konjunkturdaten

2025 war politisch und wirtschaftlich erneut ein schwieriges Jahr.

Die aktuelle Schätzung für das vierte Quartal 2025 geht nur noch von einer Seitwärtsbewegung der Geschäftslage aus. Es fehlt an stärkeren positiveren Impulsen für eine bessere Geschäftslage.

In 2025 blieben die Auftragseingänge überwiegend auf niedrigerem Niveau. Ein belebender Impuls zum Jahresende blieb aus. Im Vergleich zum Vorjahr meldeten immerhin weniger Betriebe rückläufige Aufträge.

Die durchschnittliche Auftragsreichweite ging auf knapp 8 Wochen zurück und liegt damit unter den Werten der letzten Jahre.

Vorsichtiger Optimismus bei den Auftragseingängen in fast allen Gewerkegruppen: konstante Auftragseingänge erwarten 62 Prozent der Betriebe, mit steigenden Auftragseingängen rechnen 17 Prozent.

In Hessen stieg die Inflationsrate im Herbst 2025 auf 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bemerkbar machten sich die Preissteigerungen für die Handwerksbetriebe bei Dienstleistungen, Energie und Vorprodukten.

Noch immer belasten 53 Prozent der hessischen Handwerksbetriebe gestiegenen Einkaufspreise. Gleichzeitig gelingt es immer weniger Betrieben (32 Prozent), diese Preissteigerungen über höhere Verkaufspreise an ihre Kunden weiterzugeben.

Auch bei den Erwartungen der Handwerksbetriebe ändert sich der Preisdruck nicht: Durchschnittlich 59 Prozent rechnen mit weiteren Preisanstiegen im Einkauf.

Die Beschäftigtenentwicklung zeigt sich zwiespältig: In der Konjunkturumfrage meldeten durchschnittlich nur 10 Prozent der Betriebe einen wachsenden Personalbestand, 14 Prozent der Betriebe meldeten einen Beschäftigtenrückgang, die Mehrheit (76 Prozent) hielt den Beschäftigtenstand konstant.

Schlechte Erwartungen trüben die Beschäftigtenentwicklung: Für das vierte Quartal rechnen 14 Prozent mit einem stärkeren Abbau der Belegschaft, 9 Prozent mit einem Aufbau. 77 Prozent planen, ihre Belegschaft unverändert zu halten.

Die Investitionsentwicklung hat sich wieder abgeschwächt, wodurch der in den ersten beiden Quartalen eingeschlagene Erholungspfad für die Betriebe wieder unterbrochen wird.

Die Investitionserwartungen bleiben aufgrund der vorhandenen Unsicherheit zu den zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verhalten. Nur 13 Prozent der Betriebe erwägen für das Jahresende überhaupt eine Erhöhung der Investitionen. Gleichzeitig planen 37 Prozent der Betriebe eine weitere Senkung der Investitionen.

Weitere Informationen können Sie dem Konjunkturbericht 2025 entnehmen.